Chiang Mai: Doi Inthanon Nationalpark

Chiang Mai: Doi Inthanon Nationalpark

ein Tagesausflug

Anreise:

Auf dem Weg von Chiang Mai zum Nationalpark gab es eine Polizeikontrolle und unsere Airbnb-Gastgeber hatten uns auch noch auf den internationalen Führerschein hingewiesen. Wer 180km an einem Tag mit der Roller unterwegs ist, fühlt sich doch ein wenig sicherer ihn in der Tasche zu haben. 

Der Weg zum Nationalpark war wirklich nicht schwer zu finden – man folgt für rund 40km der 108 aus Chiang raus. Es gibt auch eine Ausschilderung zur Sicherheit. Sobald die Berge für euch sichtbar werden, geht es bald auf der rechten Seite für knapp 10 km die 1009 hinauf bis ihr an einem Schalter euren Eintritt zahlen müsst. Einheimische zahlen übrigens nur 50 Bath. Unser Hinweis: Unbedingt vor der Auffahrt 1009 noch einmal tanken. Uns hat es nicht geschadet. 

Reisezeit? Je früher man startet desto besser. Wir haben es um 10:20 Uhr los geschafft und waren gegen 18:30 Uhr zurück. Unsere Fahrtzeit bis zum Nationalpark betrug ca 1h 20 min. Dabei muss man beachten, dass unsere Unterkunft nicht direkt im Zentrum Chiang Mais lag und auf dem Weg haben wir für ein paar Roadtrip-Schnappschüsse angehalten.

Wir hatten uns vorab Schnittchen gemacht als Proviant für den Tag. Man findet aber auf dem Weg den Berg hinauf immer wieder Möglichkeiten Snacks zu kaufen. 

Ausgabencheck:

Eintritt für den Nationalpark: 300 Bath pro Person (ca. 7,66 Euro)

Kosten für unseren Roller pro Tag: 250 Bath (ca. 6,39 Euro)

Tankfüllung: 190 Bath (ca. 4,85 Euro)

Verpflegung: Schnittchen geschmiert für 60 Bath (ca. 1,53 Euro)

Sehenswertes:

Wasserfall Mae Klang: Wenn man nicht der direkten Einfahrt zum Nationalpark folgt, sondern ganz kurz vorher links abbiegt gelangt man zum xx Wasserfall. Wir hatten diesen komplett für uns allein. Eine tolle Atmosphäre! Wir haben so viele Tiere entdeckt und konnten uns den Wasserfall aus jedem Winkel ganz genau anschauen. Wir fanden ihn klasse! Eintritt frei.

 

Wasserfall Sirithan: Wieder waren wir allein. Ganz eindeutig halten die Touri-Vans nicht an diesem Wasserfall. Man geht ein paar Treppenstufen hinunter und kommt dann zum Wasserfall. Alle Wasserfälle in dem Doi Inthanon Nationalpark waren sehr kräftig und klar. Es fühlte sich alles sehr sauber und klar an. Wenig Müll von Touristen, wenig dreck. Naturbelassene Schönheiten. Eintritt frei.

Wasserfall Wachirathan (siehe Titelbild): Unser Gefühl, dass wir an diesem Tag vielleicht gar nicht so viele Touristen treffen würden, wurde an diesem Ort getrübt. Hier scheint der Zwischenstopp der Touri-Tour zu sein. Alle 5 Minuten fuhr ein neuer Reisebus oder Minivan vor, der ein paar Touristen absetze. Der Wasserfall kann sich aber auch sehen lassen und bietet (ohne die Touristen herum) eine eindrucksvolle Naturkulisse. Wir waren uns zuerst nicht sicher ob es noch regnet oder es doch der Wasserfall ist, der uns nass spitzt. Beides vermutlich. Es war kaum möglich Fotos zu machen, aber ein witziges Erlebnis mit Regencape & Regenschirm. Eintritt frei. 

Highest Peak of Thailand: Nach erneut rund 40 km erreichten wir den höchsten Punkt Thailands. Wir hatten es uns einfacher vorgestellt diesen Punkt zu erkennen. Die letzten 10 km vor der Spitze des Berges waren hart. Nebel, Gegenwind und eisige Kälte. Dafür waren wir eindeutig nicht warm und wasserdicht genug gekleidet. Doch wir haben es geschafft und erahnten dann das Ziel aufgrund mehrere parkender Touri-Vans und Menschen in Regencapes. Es gab einen Nature-Walk und einen Weg zu dem Hinweisschild “Highest Peak of Thailand”. Dort eine gute Aussicht zu erlangen ist vermutlich Glückssache!

Fazit:

Der Ausflug zum Nationalpark war durchaus mit ein paar Kosten verbunden, aber seine eine Reise wert! Leider war es zu unserer Reisezeit (Oktober/Regenzeit) sehr schwer vorhersehbar wie das Wetter an einem ganzen Tag sein wird. Losgefahren im Sonnenschein, durch den Regen, in die Sonne, in den Regen und später den tiefsten Nebel – das war der Wetterverlauf. Unsere Regencapes waren an diesem Tag gold wert. Empfehlenswert: Regenjacke, festes Schuhwerk, dicker Pulli.

Die Aussicht des Doi Inthanon wird garantiert wunderschön sein, wenn sie nicht tief im Nebel liegt. Der Weg nach oben war gut zu fahren mit unserem Roller, ein paar mehr PS hätten Fino jedoch nicht geschadet. Die letzten 10 km ging es mit 30km/h und Gegenwind den Berg hoch. Es gibt natürlich immer auch die Variante mit einer Tour inkl. Van die Route zu bestreiten. Wir haben, komplett klitschnass bei 12 Grad auf dem Grad, auch kurz das Bedürfnis nach der Variante mit einem Dach über dem Kopf entdeckt. Trotzdem würden wir aufgrund des Kostenvorteils und der Option jederzeit halten/drehen/ pausieren zu können immer wieder mit dem Roller losziehen. Für wen der Weg mit dem Roller zu weit ist, der wird auch im Doi Suthep-Pui Nationalpark sehr glücklich werden. Dieser ist kostenfrei und bietet ähnlich schöne Natur, wenn auch nicht ganz so imposante Wasserfälle. 

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