Kambodscha: Vernunft vs. Besorgnis

Kambodscha: Vernunft vs. Besorgnis

südostasien überwältigt uns

Südostasien überwältigt jedes Mal wieder mit Impressionen, Gerüchen und Geräuschen. Nicht zu vergessen mit herzlichen und gastfreundlichen Menschen, denen wir immer mal wieder in verwirrte Gesichter blicken. Das passiert zum Teil aufgrund von mangelnden Sprachkenntnissen, um sich auszutauschen und außerdem aufgrund von Ängsten & Sorgen mit denen wir als europäische Touristen im Alltag kämpfen.

In unserer ersten Woche haben wir uns ein wenig mit Bangkok (Thailand), Siem Reap und Sihanoukville (Kambodscha) vertraut gemacht. Diese Reiseziele bestreiten Oleg & ich gemeinsam mit zwei unserer besten Freunde, wahre Travelbuddies. Mit unserem Schwergepäck, aka Backpacks, bestückt reisten wir so bereits per Bus und Flugzeug durch Asien und erlebten so einige Abenteuer, die in Deutschland selten so aufgetreten wären. Sei es der vierstündige Stau mitten in der Stadt, der uns fast den Flug gekostet hätte oder die vielzähligen Tuktuk-Fahrer, die mal blind, mal extrem aufdringlich und mal ungeübte Fahranfänger sind.

Und dann seid ihr nach einem langen Tag endlich in einem Restaurant angekommen, welches euch ein warmes Mahl zubereiten möchte und die Sorgen fangen gerade erst an

  • sollte ich die Eiswürfel aus meiner erfrischenden Cola entfernen?
  • wurde der Bruder von dem Huhn vor der Tür eben in der Küche verarbeitet als ich Fried Rice mit Chicken bestellt habe?
  • was genau kann ich meinem Magen eigentlich zutrauen?
  • und darf ich mir nach dem Essen die Zähne mit Leitungswasser putzen?

Für uns wächst der Zwiespalt, wenn wir unseren persönlichen Gourmet-Reise-Appetit stillen und landestypische Speisen & Getränke testen möchten. Was ist der kluge Weg? Auf das Bauchgefühl verlassen? Spätestens wenn etwas nicht okay war, wird dieser uns darüber informieren. Aber aus Angst sonnige Urlaubstage im Hotelbadezimmer zu verbringen, möchte man doch immer vorbeugend die klügste Entscheidung treffen, oder nicht?  Dafür lassen wir uns impfen, schließen Reiseversicherungen ab, schleppen Reiseapotheke und Sicherheitszubehör mit uns – für das Gefühl von Sicherheit. Und können wir euch nun einen ultimativen Tipp als Sicherheit für alltägliche Sorgen eines Südostasien-Touristen geben? Natürlich.

  1. Lest Erfahrungsberichte und Reisetipps,
  2. übertreibt die Umsetzung nicht so, dass sie eure gewünschten Aktivitäten einschränkt,
  3. vertraut auf eure Intuition, und
  4. seid ruhig mal mutig. Später werdet ihr euch an die Erfahrung erinnern und nicht an die Begegnungen mit der Toilette.

Dieser Artikel wurde auch im Online-Magazin reisereporter veröffentlicht. Siehe hier!

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