Pai: Roadtrip

Pai: Roadtrip

must-see’s in pai

Unser geplanter Roadtrip-Day in Pai startete früher als geplant dank aufweckender Geräuschkulisse. Gegen halb elf schafften wir es nach Routenplanung & Mückenstichprävention Richtung Stadtkern. Dort wollen wir zwei Dinge erledigen: Frühstück und Roller. Überall liefen Backpacker entlang auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für ihren Roller. Es gibt in Pai viele Shops, die Roller zu unterschiedlichsten Preisen zwischen 100-250 Baht pro 24h vermieten. Wir entschieden uns für eine 150-Baht-Variante und konnten darüber absolut nicht klagen. Ein paar Bananenchips, Bananen-Smoothies und Bananen pur konnte die wilde Fahrt beginnen. Folgende Zieldestinationen steuerten wir an:

Coffee in Love

Eine Location, die man kaum verpassen kann, wenn man in Richtung des Pai Canyon fährt – und das tut hier quasi jeder. Man sieht sofort, dass sich hier Touristen versammeln und irgendwas los ist. Auch unsere Neugierde wurde geweckt und wir machten einen kurzen Stopp. Hauptsächlich gibt es dort Kaffee & Snacks mit dem großen Plus einer 1a-Aussicht. Das weiß auch das Café und überall gibt es nette Motive (Bänke, Gärten etc.) die das Bedürfnis erwecken auf den Auslöser zu drücken. Das große „I AM PAI“, was man sonst aus anderen größeren Städten kennt, gibt es hier auch. Wir stellten im Laufe des Tages fest, dass es noch ein paar ähnliche Locations gibt, die ein Paradies für Fotomotive bieten. Von außen wirken sie alle wie der Eingang zu einer bunten Freizeitspaß-Minigolf-Anlage.

Pam Bok Wasserfall

Dieser Wasserfall führt bei uns hauptsächlich zu Verwirrung. Wir haben von Badespaß und vielen Menschen vor Ort gelesen. Als wir den Ort erreichten, versuchten zwei Menschen wieder aus dem steinigen Wasser zu gelangen und außer uns waren gerade mal fünf Schaulustige vor Ort. Waren wir am richtigen Ort und einfach zur richtigen, glücklichen Zeit dort? Oder war das nicht dieser stark besuchte Wasserfall? Der Pfad, der uns zum Wasserfall brachte, endete recht frühzeitig, sodass man nur einen kleinen Blick um die Ecke vom eigentlichen Spektakel bekam. Leider hatten wir keine Badesachen dabei und können nicht berichten was passiert, wenn man sich ins Wasser traut. Auf dem Rückweg kamen uns dann die versprochenen Massen an Rollern mit Backpackern entgegen (mehr dazu). Der Wasserfall konnte meine Begeisterung nicht entfachen.

 

Bambusbrücke / Boon Ko Ku So

Hui, das war eine tolle Aussicht. Wenn man dem Weg nach dem Wasserfall Pam Bok noch etwas folgt, kommt man zu einer rund 800 m langen Bambusbrücke, die über Felder führt und an deren Ende ein kleiner Tempel wartet. Es war so schön ruhig und wir waren quasi für uns allein. Für uns war diese Atmosphäre traumhaft und wir können einen Ausflug zur Brücke sehr empfehlen.

Hyun Lai View Point

Das Wetter in die Richtung unserer geplanten Route wurde dunkel, bewölkt und regnerisch. Wir waren kurz davor den Rückweg nach Pai anzutreten als auf dem Weg ein Schild zu einem Viewpoint auftauchte. Dort schien alles sonnig und klar, also fuhren wir hoch. Der Weg führte durch ein kleines Dorf und wurde recht steil. Die letzten Meter konnte uns der Roller nicht mehr zu zweit tragen. Die Aussicht von oben war gar nicht schlecht, aber man sollte dafür 20 Baht Eintritt bezahlen. Theoretisch ist das kein Problem, da das 50 Cent pro Person entspricht. Praktisch hat uns aber keine andere Attraktion an diesem Tag Eintritt gekostet und im Vergleich war es auch nur eine Aussicht aus besonderer Höhe.

 Mo Paeng Wasserfall

Nun hatte uns das gute Wetter an dieser Ecke Pais zum Aussichtspunkt geführt und dann waren wir plötzlich dem Mo Paeng Wasserfall ganz nah. Es lag quasi auf dem Weg. Eigentlich hatte ich vorher gelesen, dass dieser Wasserfall keinen Besuch wert sei und ihn nicht mit in unsere Route aufgenommen. Aber darin liegt ja der Reiz von Roadtrips, nicht wahr? Vor Ort gab es viele Roller von vielen Backpackern, die im Minutentakt dort eintrafen. Der Wasserfall ist über zwei Wege zu erkunden (von oben oder unten) und bietet die Möglichkeit zu baden. Wir hatten zwar noch immer keine Badekleidung dabei, aber ein paar einheimische Teenager hatten sich auf dem Wasserfall versammelt und fanden sogar eine Erhöhung von der immer mal wieder einer von ihnen in das Wasser sprang. Auch dieser Wasserfall hat meine Liebe nicht erobern können.

 

Pai Canyon (Kong Lan)

Der Name „Pai Canyon“ klingt irgendwie mehr abschreckend als anlockend in meinen Ohren. So wurde es das letzte Ziel unserer Route. In der Stadt hatten wir mehrfach gelesen, dass man Sonnenaufgangs-Touren dorthin buchen kann. Die Aussicht musste also doch etwas zu bieten haben. Man läuft max. 5 min lang ein paar Treppen den Berg hinauf und erreicht dann eine erste Plattform. Auf dieser steht ein großes Hinweisschild mit der Aufschrift „DANGER“. Ok, verstanden. Diese Gefahr hätte ich auch ohne das Schild erkannt, denn von dem Startpunkt aus gibt es viele schmale, ungesicherte Wege, die auf mehrere Plattformen führen, von denen man eine grandiose Aussicht über die Berge und Landschaften hat. Es ist sandig, dreckig werden bleibt nicht aus und an manchen Stellen fragte ich mich, wie ich meinen Fuß von A nach B setzen soll, aber es war die Reise absolut wert. Eine hervorragende Aussicht mit ein wenig Nervenkitzel.

Wat Phra That Mae Yen (Weißer Buddha)

Man hat das Gefühl als würde man das asiatische Kaiser Wilhelm Denkmal entdecken. Mitten in der Landschaft eines Berges ragt eine Statue aus dem Grün heraus und in diesem Fall komplett in weiß. Neugierde? Klar! Wir sind früh morgens zum Tempel gefahren (auch hier gilt der typische Dresscode für Tempel) und die unzähligen Stufen hinauf gewandert. Die Aussicht lädt zum Verweilen ein und ich gebe dem Tempel für seine schlichte Eleganz und das morgendliche Glück ihn allein zu besichtigen 4 von 5 Sternen. Der Tempel liegt super nah am Stadtkern und man kann ihn auch zu Fuß besichtigen.

 

Mae Yen Wasserfall

Dieser Wasserfall erfordert eine Trekking-Tour durch den Dschungel. Wir haben es gewagt! Und können es durchaus empfehlen für interessierte Wanderer. Wer mit einem Sixpack im Rucksack einen feucht-fröhlichen Marsch durchs Grün plant, der sollte lieber eine andere Route wählen. Für Wanderlustige, Kletteräffchen, Sportbegeisterte und Naturliebhaber gibt es hier unseren Erfahrungsbericht. 


Weitere Attraktionen, die wir mit einem Tag mehr Aufenhalt gerne noch besucht hätten:

  • Sai Ngam Hotsprings (sollen um einiges besser & günstiger sein als die sehr nah gelegenen Hotsprings)
  • LandSplit (besucht man nach meiner Recherche hautpsächlich weil es auf dem Weg zum Pam Bok liegt und man mit leckeren Früchten versorgt wird.)
  • Memorial Bride (sieht tagsüber recht unspektakulär aus, kann aber bei Abendbeleuchtung vielleicht mehr hergeben)
  • Pai Canyon (haben wir tagsüber gesehen, ist aber ein absoluter Favorit zu Sonnenaufgang und -untergang)
  • Roadtrip Richtung Soppong (die Landschaften sollen herrlich sein!)
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