Weltreisesparplan- Teil 1

Weltreisesparplan- Teil 1

wie wird man (spar-)fuchs?

Disziplin, Organisation und Kreativität – diese drei Aspekte helfen uns momentan in dem Sparprozess für die Weltreise. Die typischen GELDBEUTELRISIKEN haben wird bereits eliminiert

– Kleidung shoppen, die man nicht braucht.

– Lebensmittel / Snacks kaufen, weil sich ein kleiner Heißhunger annähert und schnelles Essen gut aussieht sowie penetrant riecht.

– Luxusgüter generell vermeiden: Party, Alkohol, Sushi, Coffee2Go und Reisen gibt es nur in besonderen Ausnahmen.

– Transportkosten: für die Stadtkinder gilt – Rad statt Öffis; für die Dorfkinder? Auch, wenn möglich.

Für uns stellt das Thema FINANZEN einen wichtigen Punkt in der Vorbereitung für die Weltreise dar. Es ist anstrengend und spannend zugleich, diese Phase des Sparens aktiv zu beobachten. Fast wöchentlich gibt es neue Ideen & Tricks, die wir testen, um das Weltreisekonto zu füttern. Dieser Blogpost soll für Euch eine Liste mit Maßnahmen zu SPARMÖGLICHKEITEN IM ALLTAG sein. Sie werden Euch ganz banal erscheinen, aber so ist es mit den meisten Dingen, die man sich u.a. an Silvester als gute neue Vorsätze für das Jahr vornimmt (Gesünder leben, 5 Kilo abnehmen, weniger Arbeit..)

Grundsätzlich kann diese Liste für jeden von Euch hilfreich sein, der im Alltag noch ein paar Euro beiseitelegen mag. Manche Maßnahmen sind aber auch nur für die EXTREM-SPARFÜCHSE unter Euch gemacht, weil sie den Alltag evtl. zu sehr beeinflussen oder einschränken.

Wie schafft man es diese Maßnahmen langfristig umzusetzen ohne die Disziplin zu verlieren?

Ein sehr wichtiges und hilfreiches Prinzip, egal welches Tages-/Wochen-/Monatsziel man sich setzt, ist das BELOHNUNGSPRINZIP. Ich arbeite seit Jahren mit regelmäßigen Belohnungen um meine Disziplin aufrecht zu erhalten. Klausurenphase geschafft? Ab in den Urlaub. Stressige Arbeitswoche überstanden? Ein neues Lieblingskleid shoppen. Fastenzeit überstanden? Sushi, Sushi, Sushi. Steuererklärung abgegeben? Zeit für einen Serienmarathon am Wochenende. Die Belohnung soll ein Anreiz sein und die Motivation stärken. Es funktioniert wunderbar und ist so simpel. Belohnt Euch für eure Disziplin, eure Ordnung, eure Struktur, eure Ersparnis, euren Fleiß und eure Mühe. Jede Maßnahme, die sich unangenehm, anstrengend und erwachsen anfühlt, kann belohnt werden. Eure individuelle Belohnung soll am Ende glücklich machen und muss in den meisten Fällen nicht mal Geld kosten. 

Falls Euch noch weitere Maßnahmen einfallen, die uns helfen können im Alltag mehr Geld zu sparen – ich freue mich auf Euer Feedback! #einblogfürdichundmich


Das Sparschwein

Es ist eine uralte Idee und funktioniert doch immer wieder. Schafft Euch eine zielgerichtete Spardose an – ob für eine Reise, ein neues Fahrrad, die neue Jeans oder den neuen Laptop. Investiert in ein hübsches Spardöschen oder bastelt es Euch selber. Es muss Euch gefallen und ihr sollt es gerne mit Münzen & Scheinen füllen wollen.

Hier ist es hilfreich, sich zum Beispiel Limits für Kleingeld im Geldbeutel zu setzen. Wir legen jeden Abend alle Münzen unter einem Wert von 1 Euro aus dem Portemonnaie und füttern damit die Spardose. Dieses Limit könnt ihr Euch natürlich frei Schnauze setzen und vor allem auch frei Sparplan – wenn der neue Laptop in den nächsten drei Monaten gebraucht wird, dann werden Euch nur die kupfernen Taler am Ende leider enttäuschen. Bleibt realistisch, dann kann Euch die Spardose nicht enttäuschen, sondern wird Euch positiv überraschen. Unsere Spardose ist ein Glas (siehe Bild) und somit transparent: Der sichtbar steigenden Wert in der Dose fördert die Motivation!


Wöchentliche Budgets

Bargeld ist out, schwer und wird immer so schnell knapp. Aber es kann dabei helfen nur die Geldmenge auszugeben, die man sich als Wochenbudget vorgenommen hat.

Montags zum Bankautomaten gehen, den vorher gut kalkulierten Betrag abheben und damit die Woche über auskommen. Diese Maßnahme wirkt sofort und wenn man sich sein Budget realistisch setzt, macht es sogar Spaß das übrige Bargeld in der nächsten Woche in Eurer Spardose klimpern zu hören.

Ein wöchentliches Budget beinhaltet für uns aktuell Kosten für Lebensmittel sowie einen Puffer für evtl. die Straßenbahn (Notfälle wie Regen und Wind), ein Erfrischungsgetränk für ein Treffen mit Freunden oder auch sonstige Anschaffungen, um die man einfach nicht herum kommt (Klopapier, Deo, Zahnpasta, Putzmittel). Mit einem Budget von 50 Euro pro Woche haben wir großzügig kalkuliert & bisher jede Woche noch etwas davon zurücklegen können. Wie hoch würdest Du dein Budget ansetzen?


Prospektlektüre

Unsere Mütter und Großmütter, sie sind die wahren Füchse:

Es bleibt oldschool und nennt sich – Prospekte von Supermärkten nach Angeboten durchforsten. Jede Woche flattern diese Prospekte in Euer Haus und für viele ist es reine Papierverschwendung. Ganz kostenlos liefert Euch jemand die Informationsquelle für Eure kommende Einkaufsliste. Nehmt Euch am Wochenende 30 Minuten Zeit, macht Euch einen Kaffee, setzt Euch an den Küchentisch, sucht die Prospekte der Lieblingssupermärkte heraus und lasst eurem Appetit freien Lauf.

Hier kommt ein weiteres Hilfsmittel dazu: Einkaufslisten schreiben. Das könnt ihr mit Stift und Papier machen, als Handynotiz verfassen oder per App verwalten.

Ich empfehle an diesem Punkt also ein ganz simples System:

Angebote bestaunen, Mealplanning, Einkaufsliste, (nicht hungrig) in den Einkaufsladen!

 


Mealplanning

PLAN TO EAT? Ok, es ist ganz einfach. Plant im Voraus Eure Gerichte – zum Beispiel wochenweise. Hier sind eurer Kreativität und Lust bis ins Detail zu planen keine Grenzen gesetzt. Es gibt zu diesem Thema bereits viele Blogs, Apps, Bücher und Tools. Wir planen bisher ohne jegliche Unterstützung von App & Co. und haben einfach eine Ansammlung von Lieblingsgerichten erstellt. In Abgleich mit einer Prospektlektüre kann so ein glücklich machender, Appetit anregender Plan für die Woche erstellt werden. 

Ein Beispiel:

Montag: Kichererbsen-Curry

Dienstag: Rote-Beete-Salat & frisches Brot

Mittwoch: Brokkolisuppe (evtl. mit restlichem Brot)

Donnerstag: Zucchini-Feta-Auflauf

….

Ihr müsst für Euch entscheiden wie viele Mahlzeiten ihr pro Tag planen wollt und ohne Stress umsetzen könnt. Für uns reicht es eine (in der Küche zuzubereitende) Mahlzeit am Tag festzulegen und Obst als Zwischenmahlzeiten einzuplanen. Teilweise reicht es auch zwei oder drei Gerichte für eine Woche zu planen, wenn man größere Portionen kocht und gerne mal einen Abend nur eine Brotzeit einlegt. 


Foodsharing

Ein grandioses, nachhaltiges Prinzip gegen die Lebensmittelverschwendung und zur Stärkung einer restlos glücklichen Gemeinschaft.

In Hannover funktioniert Foodsharing gut über die Facebook-Community und es gibt einen Fairteiler, in den jeder Lebensmittel bringen, aber auch Lebensmittel entnehmen kann. Im Rahmen des Foodsharings kann man an alle möglichen Lebensmittel kommen – Fehlkäufe, zu viel Gartenernte, Lebensmittel kurz vor oder nach Ablauf des MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum), Ausbeuten des Containerns.

Foodsharing ist ein kostenloses Prinzip, bei dem man Lebensmittel miteinander austauscht oder sie untereinander verschenkt, bevor sie in der Mülltonne landen müssen. 


Leihen statt Kaufen

Eure Freundinnen haben alle Kleiderschränke, die überlaufen und Kleidungsstücke, die sie einfach nicht mehr so häufig anziehen. Tauscht Euch aus! Deine Freundin wird ihr tolles, rotes Kleid nicht jedes Wochenende anziehen.

Und manchmal bleibt beim Aussortieren deiner Freundin übrig, was dein neues Lieblingsshirt werden könnte.

Ein Hinweis: Viele materielle Gegenstände kann man sich übrigens über Ebay-Kleinanzeigen (oder weitere Portale) auch ausleihen. Unter anderem trendige Polaroidkameras für abenteuerreiche Wochenenden mit Freunden. 


Ausgabenliste

Das meiste Geld verliert man dadurch, dass man sich einfach nicht detailliert damit auseinandersetzen möchte, wann man für WAS, WIE VIEL Geld ausgegeben hat. Man tut es erst, wenn man es muss. Es ist um einiges bequemer Geld einfach Geld sein zu lassen, über das man nicht zu sehr nachdenkt und welches am Ende des Monats wieder nach-wächst. Irgendwie. Springt über Euren Schatten, legt eine Excel-Datei an oder kauft Euch ein kleines Büchlein und startet die Herausforderung: Führt Listen darüber was ihr jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat ausgegeben habt. Wir haben für unsere Weltreise eine Gegenüberstellung von Ausgaben & Einnahmen – unsere Weltreisebilanz. Es gibt inzwischen viele Apps & Tools, die Euch diese Mammutaufgabe erleichtern wollen und mit Farben, Bildchen & Grafiken Spaß an der Sache bereiten sollen. Es wird trotzdem keinen Spaß machen. Der Spaß kommt erst, wenn ihr das Ersparte in die Hand nehmt, davon den nächsten Flieger in den Urlaub bucht und am Strand liegend stolz auf Euch und Euer neu entwickeltes Organisationstalent sein könnt.

 

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